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2. Anlauf für den Branchenmindestlohn

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2. Anlauf für den Branchenmindestlohn

ver.di fordert Arbeitgeber und BDE erneut zu Verhandlungen auf.
Aktion in Köln für den Mindestlohn ver.di Bezirk Köln Wir brauchen den Mindestlohn – auch in der Entsorgungsbranche!

ver.di fordert die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und den Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) erneut zu Verhandlungen über den Branchenmindestlohn in der Abfallwirtschaft auf. (Quelle: Pressemitteilung der ver.di vom 26.04.2017)

Anlässlich des Auslaufens des Branchenmindestlohns für die Entsorgungswirtschaft am 31. März 2017 bekräftigt ver.di die Forderung nach einem Mindestlohntarifvertrag.

„Der Mindestlohn in der Abfallbranche hat sich über die Jahre im Kampf gegen Lohndumping bewährt und allgemein Akzeptanz gefunden“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt.

Hintergrund ist, dass der Branchenmindestlohn in Höhe von 9,10 Euro für die Abfallwirtschaft zum 31. März 2017 ausgelaufen und dadurch auf den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro zurückgefallen ist.

Wir gehen fest davon aus, dass alle Seiten auch in Zukunft einen eigenständigen Mindestlohn nach dem Entsendegesetz anstreben!

Andreas Scheidt, Bundesvorstandsmitglied der ver.di

ver.di hatte die Arbeitgeber bereits im November vergangenen Jahres zu Verhandlungen aufgefordert.

Die VKA und der BDE hatten als Tarifpartner eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft zu Verhandlungen bezüglich des Mindestlohns bekundet.

Der BDE hatte jedoch versucht, die Entgeltverhandlungen in der privaten Abfallwirtschaft und die Verhandlungen zum Branchenmindestlohn miteinander zu verknüpfen und damit einen veralteten Entgelttarifvertrag aufrechtzuerhalten.

Scheidt kritisierte das Vorgehen des BDE und forderte die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zum Branchenmindestlohn zu kommen.