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ver.di kritisiert Stellenabbau bei E.ON

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ver.di kritisiert Stellenabbau bei E.ON

Konzern will bis zu 1.300 Stellen streichen
Logo des Energiekonzerns E.ON 360b, Shutterstock.com Logo des Energiekonzerns E.ON

ver.di kritisiert die Pläne des E.ON-Managements zu weiterem Stellenabbau. Das Anfang März 2017 vom Konzernvorstand aufgelegte Programm mit dem Namen "Phoenix" sieht vor, zwischen 1.000 und 1.300 Arbeitsplätze zu streichen. (Quelle: ver.di-Pressemitteilung vom 15.03.2017)

"Damit will der Konzern auch in neuer Aufstellung die alte, verhängnisvolle Politik des Personalabbaus fortsetzen, der bereits in den zurückliegenden Jahren tausende Arbeitsplätze zum Opfer gefallen sind", betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt.

Dies sei umso fragwürdiger, als die neue E.ON angetreten sei, sich mit neuen Geschäftsideen auf den Zukunftsmärkten der Energiewende einen guten Platz zu sichern.

Von Stellenstreichungen durch "Phoenix" seien insbesondere Beschäftigten mit administrativen Aufgaben im Energiekonzern betroffen. ver.di fordert das Management auf, seiner sozialen Verpflichtung gerecht zu werden und dafür Sorge zu tragen, dass der Stellenabbau nicht zu sozialen Härten führt.

Es ist völlig unverständlich, wie kontinuierlicher Stellenabbau und der Aufbau neuer, personalintensiver Geschäftsfelder zusammengehen können, in Wahrheit schließt das eine das andere aus!

Andreas Scheidt, Bundesvorstandsmitglied der ver.di

"Wir sehen, dass im Zuge der beschleunigten Energiewende traditionelle Geschäftsfelder in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind", so Scheidt. Die Konsequenz dürfe jedoch nicht Personalabbau sein.

Vielmehr sei es notwendig, schnell auf den Zukunftsmärkten wie Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Digitalisierung der Netze Fuß zu fassen, um die propagierte Neuausrichtung des Konzerns im Zeichen der Energiewende erfolgreich in die Tat umsetzen zu können. "Das geht jedoch nur mit einer wachsenden Zahl von hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die man nur durch sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze gewinnen kann. Hier ist die Konzernführung in der Pflicht", betont der Gewerkschafter.

In den zurückliegenden Jahren erfolgte nach Einschätzung von ver.di die notwendige wirtschaftliche Stabilisierung von E.ON fast ausschließlich über Stellenabbau und moderate Vergütungserhöhungen. Es sei an der Zeit, dass auch von den Aktionären Beiträge zur Gesundung des Unternehmens erfolgen.

"Die Verantwortung kann nicht einseitig den Beschäftigten aufgebürdet werden", so Scheidt weiter. Durch eine vorrausschauende langfristige Personalpolitik müsse es zudem möglich sein, durch Qualifizierungsmaßnahmen den Wegfall von Arbeitsplätzen zur Ausnahme werden zu lassen.

Diese Pressemitteilung der ver.di und redaktionelle Hinweise dazu findet ihr auf der ver.di Hauptseite.