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Verhandlungsstand bei PreussenElektra

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Verhandlungsstand bei PreussenElektra

Es ist noch nicht alles in trockenen Tüchern!
Verhandlung Kampf Gewerkschaft Thomas Reimer, Fotolia.com Eine starke Interessenvertretung sorgt für gute Verhandlungsergebnisse!

In den Tarifverhandlungen mit der PreussenElektra GmbH war ein wesentliches Ziel, den bevorstehenden Rückbau der Kraftwerke mit Eigenpersonal durchzuführen und in dem Zusammenhang eine langfristige Beschäftigungssicherung zu erzielen. Hier der aktuelle Stand nach der Verhandlungsrunde am 21. März 2017.

Die Forderungen der Arbeitgeberseite waren:

  • Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden bei gleichem Lohn;
  • Neufassung des Mehrarbeitsbegriffes;
  • Aussetzung künftiger Vergütungsanpassungen bis zum Erreichen eines linearen Anhebungsvolumens von vier Prozent.

Im Gegenzug sei die Arbeitgeberseite bereit, mit ver.di eine langfristige soziale Absicherung für Bestandsbeschäftigte zu verhandeln – konkrete Ausführungen dazu liegen aber noch nicht vor.

Für ver.di ausschlaggebend waren hierbei:

  • eine umfangreiche Beschäftigungssicherung für mindestens zehn Jahre;
  • Teilhabe an zukünftigen Lohnentwicklungen;
  • möglichst keine Eingriffe in bestehende tarifliche Regelungen;
  • Übernahme der Auszubildenden für mindestens 24 Monate

Nach den Tarifverhandlungen am 21. März 2017 ist der Verhandlungsstand wie folgt:

  • Beschäftigungssicherung analog E.ON 2.0 bis 31.12.2026 u.a. inkl. Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, Vorruhestand gemäß Konzernbetriebsvereinbarung der E.ON SE;
  • Keine Abkopplung von zukünftiger Lohnerhöhung, die Beschäftigten der PEL werden weiterhin an Tariferhöhungen partizipieren;
  • Übernahme der Auszubildenden im Jahr 2017 für 24 Monate, wenn der Einsatz an einem anderen Standort erfolgt.
  • Die tarifliche wöchentliche Arbeitszeit würde um eine Stunde bis 1,5 Stunden auf 38 Stunden pro Woche erhöht; die geforderte tarifliche 40-Stunden-Woche konnte abgewehrt werden.
  • Die Leistungskomponente soll gestrichen werden und das Volumen soll zur Sicherstellung des Verbleibs in der Tabelle der TG Energie einfließen.
  • Keine weiteren Eingriffe in das Tarifrecht: Bei Verschlechterungen im Tarifvertrag der TG Energie finden diese KEINE Anwendung auf die Beschäftigten der PreussenElektra GmbH bis 31.12.2026!

Mehr Details dazu findet ihr in unserer aktuellen Tarifinfo – unten zum Download als PDF!

Bisher keine Bereitschaft zu einer ver.di Mitgliedervorteilsregelung!

Ein wichtiger Bestandteil des Gesamtpaketes ist eine ver.di Mitgliedervorteilsregelung. Die ver.di Mitglieder leisten bei einem derartigen Gesamtpaket einen gewaltigen Beitrag und müssen deshalb mit einer ver.di Vorteilsregelung zumindestens ein Stück weit entlastet werden.

Noch sperrt sich der Arbeitgeberverband bzw. die Geschäftsführung der PreussenElektra GmbH. Sie setzen damit ein Verhandlungsergebnis aufs
Spiel.

Wie geht es weiter?

Die ver.di Verhandlungskommission wird kurzfristig am 03. April 2017 zusammenkommen, um den Verhandlungsstand zu bewerten und das weitere Vorgehen zu klären. Dazu halten wir euch hier weiter auf dem Laufenden!

Jetzt brauchen wir euch alle – Wir zählen auf euch: Unterstützt euch! Unterstützt uns! Unterstützt eure Tarifverhandlungen!

Wir erwarten weiterhin sehr schwierige Verhandlungen! Aber: Die Gewerkschaft ver.di führt diese Tarifverhandlungen selbstbewusst fort. Allerdings werden wir nur mit der Unterstützung aller Beschäftigten in der PreussenElektra GmbH erfolgreich sein können!

Denn gute Tarifverträge fallen nicht vom Himmel. Sie sind das Ergebnis der Unterstützung und der Solidarität aller Beschäftigten!

Diese Tarifinfo gibt es auch unten zum Download als PDF. Dazu ein Anmeldeformular für alle, die uns zusätzlichen Rückenwind für die Tarifverhandlungen geben wollen!

ver.di-Mitglied könnt ihr natürlich auch online werden: