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"Gülleverschmutzung stoppen" – Evaluierung des Düngerechts gefordert

Wasserwirtschaft

"Gülleverschmutzung stoppen" – Evaluierung des Düngerechts gefordert

Übergabe der Petition gegen Überdüngung der Böden und Verschmutzung des Grundwassers
Übergabe der Unterschriften der "Initiative für gewässer- und umweltverträgliche Landwirtschaft" BMUB/Sascha Hilgers Übergabe der Unterschriften der "Initiative für gewässer- und umweltverträgliche Landwirtschaft"

Die Initiative „Gülleverschmutzung stoppen“ – ein bisher einmalig breiter Zusammenschluss von Wasserverbänden, Umweltorganisationen und uns als Gewerkschaft – hat am heutigen Dienstag, 27. Februar 2018, eine Petition an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks übergeben.

Hinter der Initiative stehen über 1.400 Unternehmen und Organisationen, die gemeinsam über 12 Millionen Menschen erreichen.

Mit ihrer Petition, die sich an die zukünftige Bundesregierung und die Europäische Kommission richtet, fordert die Initiative, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Trinkwasserressourcen vor Nitratbelastungen durchzusetzen.

Jetzt kommt es darauf an, die bestehenden Verordnungen zum Düngerecht einer umfassenden Evaluierung zu unterziehen.

In der Vergangenheit häuften sich Berichte, wonach die Böden in zahlreichen Regionen durch Überdüngung belastet und das Grundwasser gefährdet ist.

Sollte sich bei den Nitratmessungen im laufenden Jahr herausstellen, dass der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Grundwasser weiterhin überschritten wird, ist eine Nachjustierung der bestehenden Gesetze und Verordnungen erforderlich.

Gelingt es nicht, die Nitratbelastung durch Gülle und andere stickstoffhaltigen Düngemittel merklich zu reduzieren, drohen durch die Wasseraufbereitung Kostensteigerungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher: Um bis zu 60 Prozent könnten sich die Trinkwasserpreise nach Berechnungen des BDEW und des UBA erhöhen.

Auch der „Gülle-Notstand“ in Schleswig-Holstein und in Teilen Niedersachsens zeigt die Grenzen des Systems: Dort mussten in diesem Winter Gülle-Notlager errichtet werden, da die bestehenden Gülletanks überzulaufen drohten.

Mit der Übergabe der Unterschriften sicherten die Verbände Bundesumweltministerin Hendricks ihre Unterstützung beim Schutz der Trinkwasserressourcen zu.

Statements der Bündnispartnerinnen und -partner und mehr zur Initiative gibt es hier als PDF:

 

Die bisherigen Infos zum Thema, eine weitere Pressemitteilung und ein Plakat zum Ausdrucken und Weiterverbreiten findet ihr in unserer Meldung zum Start der Initiative.

Weitere Informationen auch auf www.guelleverschmutzung-stoppen.de.