Energiewende

Bundeskongressbeschluss 2016 zur Energiewende

Energiewende

Bundeskongressbeschluss 2016 zur Energiewende

Energiesystem umgestalten – Klimaschutz und Nachhaltigkeit erreichen – Beschäftigung sichern
Windräder erneuerbare Energie RoKnoFoto, pixelio.de Windräder statt Atomkraftwerke

Nach der Nuklear-Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 und dem erneuten Ausstiegsbeschluss aus der Kernenergie in der 13. Atomgesetznovelle hat die Energiewende in der Bundesrepublik Deutschland erkennbar Fahrt aufgenommen. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass im Jahr 2014 die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 25,8 Prozent erstmals die Braunkohle als wichtigsten Energieträger zur Stromerzeugung abgelöst haben.

Die Energiewende muss weiter gehen. Alle Maßnahmen, alle Bestandteile des zukünftigen Energiesystems müssen sich an der Vorgabe messen, die Belastung mit Klimagasen bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu reduzieren – nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern in allen Industriestaaten.

Vollständige Umstellung auf eneuerbare Energien bis 2050

Ziel bleibt damit, die Energieerzeugung bis 2050 vollständig auf erneuerbare Ressourcen umzustellen. Hierzu sind ehrgeizige Zwischenziele für die Bundesrepublik Deutschland, die EU und weltweit durchzusetzen. ver.di unterstützt das Zwischenziel, den Ausstoß an Kohlendioxid (C02) in der Bundesrepublik Deutschland bis 2020 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren.

Weitergehende nationale Ziele müssen in der EU abgestimmt werden. Es geht nicht an, dass einzelne Mitgliedsstaaten sich der Verantwortung und weitgehenden Zielen zur Emissionsreduktion entziehen. ver.di fordert zudem ehrgeizige Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz in der EU bis 2030, die über die vom Ministerrat beschlossenen Ziele deutlich hinausgehen.

Schnellstmögliche Stilllegung aller Kerkraftwerke weltweit

ver.di setzt sich nach wie vor für die schnellstmögliche weltweite Stilllegung aller Kernkraftwerke ein. ver.di fordert die Bundesregierung auf, die Exportförderung für Kernkraftanlagen durch Hermes-Bürgschaften zu beenden. Außerdem muss sich die Bundesregierung innerhalb der EU stärker dafür einsetzen, dass Subventionen für den Neubau von Kernkraftwerken als nicht mit den EU-Verträgen vereinbar eingestuft werden.

ver.di unterstützt grundsätzlich eine einheitliche, kodifizierte EU-Energiepolitik, die realistische und verbindliche Ausstiegsfahrpläne aus der Kernenergie in allen Mitgliedsstaaten festlegt. Der Neubau von Kernkraftwerken muss weltweit gestoppt werden. Ebenso müssen alle Energieanlagen und Einrichtungen, die Teil der Kernenergieproduktionskette sind, wie zum Beispiel Urananreicherung und Brennelementeherstellung stillgelegt werden.

Perspektiven für Beschäftigte in der Energieversorgung

ver.di fordert eine überzeugende Perspektive für die Beschäftigten in der derzeitigen Energieversorgung. Die sozialen Belange und die Interessen der Beschäftigten und Auszubildenden in der Energiewirtschaft und der angegliederten Dienstleistungsbereiche, deren Arbeitsplätze, Perspektiven und deren Arbeitsbedingungen wird ver.di einbringen und vertreten.

Noch sind viele Fragen offen, wie die Energiewende erfolgreich zu Ende zu führen ist. Nach 15 Jahren Energiewende zeigen sich aber bereits deutliche Trends, die Sie im vollständigen Beschluss des ver.di Ggeerkschaftsrats lesen können. Zum selben Thema gibt es auch eine offizielle ver.di Pressemitteilung – beides hier zum Download als PDF: