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Jahresauftaktbrief unseres Bundesfachbereichs

Post von ver.di

Jahresauftaktbrief unseres Bundesfachbereichs

Für das Jahr 2022 haben wir uns viel vorgenommen – gemeinsam mit euch!
Rakete Gemeinsam stark Feuerwerk Freude Jubel Erfolg CC0 Creative Commons, Pixabay.com Mit euch gemeinsam stark ins neue Jahr!

Der Vorsitzende unseres ver.di-Bundesfachbereichs und die Bundesfachgruppensprecher*in haben in einem Jahresauftaktbrief zusammengefasst, wo wir uns 2022 überall einbringen wollen.

Ihr könnt den Brief hier nachlesen:

Liebe Kolleg*innen,

ein weiteres Jahr, in dem die Pandemie unser privates und berufliches Handeln bestimmt hat, liegt hinter uns und es sieht nicht danach aus, als würde sich 2022 Entscheidendes ändern. Wir können aber auf unseren Erfahrungen aus 2021 aufbauen und unsere Kolleg*innen in den durchweg systemrelevanten Branchen unserer Fachgruppen Energiewirtschaft, Abfallwirtschaft und Wasserwirtschaft tarif- und branchenpolitisch unterstützen und betreuen. Wir können und müssen noch phantasievoller und sichtbarer werden.

Die Weichenstellungen der Bundestagswahl mit der ersten „Ampel-Koalition“ in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bringt für alle Neuerungen mit sich. Die Branchen unserer drei Fachgruppen werden alle durch im Koalitionsvertrag festgeschriebene, entscheidende Ziele beeinflusst. Die Transformation in der Energiewirtschaft, die Vorgaben zur Klärschlammverarbeitung, die Umsetzung der nationalen Wasserstrategie und die Klimafolgenanpassung der Infrastruktur und die Konzepte zur Abfallverwertung und zum Recycling zielen auf den Kern unserer Branchen.

Diese Herausforderungen sind durchweg mit hohen Investitionen verbunden. Diese finanziell, technisch und personell umzusetzen, ist herausfordernd. Unsere Sorge gilt der Absicht des vorgezogenen Kohleausstiegs ohne konkrete Antworten auf die Absicherung der Beschäftigten sowie einer Garantie der Versorgungssicherheit. Wir müssen als Bundesfachgruppen darauf hinwirken, dass die Beschäftigten nicht überfordert werden und die Personalbudgets nicht zusätzlich unter Druck geraten. Weiterhin braucht es zur Absicherung der vorhandenen Fachkräfte, als auch für die zukünftigen Fachkräfte, einen Investitionsschub in das Personal, durch zusätzliche Qualifizierung.

Wir setzen uns dafür ein, dass es im Transformationsprozess keine Brüche gibt. Durch tragende Konzepte muss eine stabile Brücke der Aus-, Fort- und Weiterbildung für unsere weiterhin gute Arbeit in der Zukunft geschaffen werden. Wir werden unsere Forderungen für einen sozial gerechten ökologischen Umbau der Wirtschaft im Sinne unserer Mitglieder für eine leistungsfähige Daseinsvorsorge in die politischen Diskussionen einbringen. Auch die beabsichtigte – von uns begrüßte – Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes auf zwölf Euro stellt uns in Teilbranchen vor tarifpolitische Herausforderungen. Unsere drei Fachgruppen werden an einigen Aufgaben der Daseinsvorsorge weiter zusammenarbeiten. Die Klärschlammverwertung findet bereits jetzt in Betrieben der Energie-, der Wasser- und der Abfallwirtschaft statt. Das gilt zukünftig auch für die regionale, dezentrale Erzeugung von grünem Wasserstoff.

Die unbefriedigende betriebliche Betreuungssituation durch Kontaktverbote, Online-Betriebsversammlungen und mobiles Arbeiten in vielen Bereichen hat dazu geführt, dass alle drei Fachgruppen Mitgliederverluste zu verzeichnen haben. Für eine positive Mitgliederentwicklung, die uns für die Herausforderungen der Transformation und der Begleitung der weiteren politischen und betrieblichen Rahmensetzungen die nötige Handlungsmacht eröffnet, müssen wir die Vertrauensleutewahlen, die Betriebs- und Personalratswahlen, die Wahlen zu Jugend- und Auszubildendenvertretungen und die Wahlen zu den Schwerbehindertenvertretungen nutzen. Es werden in 2022 unterschiedliche Projekte von den Bundesfachgruppen angeschoben. Wir wollen mit Befragungen, aktiven Tarifrunden, spezifischer Ansprache von Berufsgruppen und neuen Beschäftigten die Wende in der Mitgliederentwicklung einleiten und uns allen Erfolgserlebnisse ermöglichen.

Ab 01. Januar 2022 gibt es in ver.di nur noch fünf statt der bisher 13 Fachbereiche. Unser Fachbereich Ver- und Entsorgung und unsere drei Fachgruppen haben sich von Beginn an am Umbauprozess in ver.di beteiligt und am Zustandekommen des neuen Fachbereiches A – "Finanzdienste, Kommunikation und Technologie, Kultur, Ver- und Entsorgung" – aktiv mitgewirkt. Die fachliche und tarifliche Arbeit unserer drei Fachgruppen war unsere Identität und wird es bleiben. Die Fachgruppenarbeit soll und wird sich nicht verändern, das war von Anfang an Ziel des Prozesses.

Für die Organisationswahlen wünschen wir uns, dass viele engagierte Kolleg*innen kandidieren, die sowohl die fachlichen als auch gewerkschaftspolitischen Diskussionen aus ihren Betrieben in unseren Gremien einbringen. Genauso muss die Rückkopplung der dort gefassten Beschlüsse und Verabredungen in die entsendenden Gremien und Betriebe gewährleistet sein (aktive Mandatswahrnehmung).

Dabei ist es uns sehr wichtig, dass auch Frauen und junge Kolleg*innen gezielt angesprochen werden und diese sich trauen, in der Mitbestimmung und in ver.di aktiv zu werden.

Verbunden mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2022 bitten wir euch, wo auch immer ihr Einfluss habt, euch in den bezirklichen oder den landesbezirklichen Fachbereichsvorständen, den landesbezirklichen Gründungsvorständen oder dem Bundesgründungsvorstand, für eine aktive Beteiligung unserer drei Fachgruppen an den Organisationswahlen einzusetzen und zu einem guten Start unseres neuen Fachbereiches A beizutragen.

Lasst uns weiter zusammenstehen und die Herausforderungen des Jahres 2022 annehmen und für uns zum Positiven wenden!

Thies Hansen, Bundesfachbereichsvorsitzender

Thorsten Pfirmann, Bundesfachgruppensprecher Energiewirtschaft

Andreas Kahlert, Bundesfachgruppensprecher Wasserwirtschaft 

Sigrid Pickhardt & Marko Martin, Bundesfachgruppensprecher*in Abfallwirtschaft


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