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Bundesfachausschuss RWE: Es geht um Fairness und Transparenz

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Bundesfachausschuss RWE: Es geht um Fairness und Transparenz

Bei der Herbsttagung des BFA standen der Hambacher Forst und die innogy-­Transaktion im Mittelpunkt.
Der Bundesfachausschuss RWE (Herbsttagung 2018) Hinnerk Berlekamp Gruppenfoto des BFA RWE mit Gästen bei der Herbsttagung 2018

Wie weiter nach dem Gerichtsurteil zum Hambacher Forst? Was kann, was muss ver.di tun, um bei der bevorstehenden Integration von innogy in E.ON die Interessen der Beschäftigten zu wahren? Diese beiden Fragen dominierten die Herbsttagung des Bundesfachausschusses RWE.

Rund 40 gewählte Vertrauensleute, Betriebsratsmitglieder und hauptamtliche Gewerkschaftsaktive trafen sich im Gewerkschaftshaus in Essen, um über die neuen Herausforderungen zu beraten, vor denen RWE und innogy stehen.

Die Stimmung in den Betrieben war schon mal besser, berichteten sie. Besonders in Teilen von innogy ist die Nervosität unter den Kolleginnen und Kollegen beträchtlich.

Dabei sind die Verhandlungen zwischen den Unternehmen und den Gewerkschaften auf einem guten Weg. Das Ziel benannte Leonhard Zubrowski, Leiter des Bundesfachausschusses (BFA): „Es darf auf keiner Seite Verlierer geben.“

Als Gäste waren der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und die Vorstandsvorsitzenden von RWE und innogy, Rolf Martin Schmitz und Uwe Tigges, zur Sitzung gekommen. Sie waren sich mit den Belegschaftsvertretungen einig, dass der Umbau der Unternehmensstrukturen nur zu einem Erfolg werden kann, wenn die Beschäftigten die Gewissheit haben, dass bei den anstehenden Veränderungen Fairness und Transparenz herrschen.

Für die Gewerkschaft erinnerte Bsirske an die tarifpolitische Grundsatzerklärung zwischen ver.di und der IG BCE auf der einen und RWE, innogy und E.ON auf der anderen Seite, in der im Mai betriebsbedingte Beendigungskündigen praktisch ausgeschlossen wurden. Dies gelte es jetzt tariflich zu untermauern, erklärte der Bundesfachausschuss.

Ein erster Abschluss liegt inzwischen vor: Am Vorabend der BFA-Sitzung schlossen Gewerkschaften und Arbeitgeberverband eine Vereinbarung, mit dem RWE und innogy zusichern, dass ein Arbeitgeberwechsel im Rahmen der innogy-Transaktion „nicht zu einer Absenkung bzw. Verschlechterung bestehender Arbeitsbedingungen führen soll“.

Die Verhandlungen über einen Tarifvertrag Zukunft und Beschäftigungssicherung werden im Januar beginnen.

Alle Infos zur BFA-Herbsttagung 2018 in Essen findet ihr im PDF unten, die Inhalte im Überblick:

  • Nach dem Hambach-Urteil:
    Das Beste machen aus der neuen Lage;
  • innogy und E.ON:
    Die Transaktion muss auf Augenhöhe erfolgen;
  • Tarifverhandlungen:
    Sicherheit bis mindestens Mitte 2020

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