Tarifinfos Energie

E.ON: Starker Auftakt der ver.di Bundestarifkommission

Mit voller Energie diskutierten die Bundestarifkommission die Vorgehensweise für einen Modernisierungs-Tarifvertrag.
© ver.di
ver.di Bundestarifkommission E.ON, 22 März 2024 in Dortmund
16.04.2024

Mit voller Energie diskutierten die Mitglieder und Stellvertreter*innen der Bundestarifkommission am 22. März 2024 in Dortmund die Vorgehensweise der Betriebs- und Tarifparteien für einen Modernisierungs-Tarifvertrag im E.ON Konzern. Zudem wurde die 18-köpfige Verhandlungskommission gewählt.

Im voll besetzten Raum wurden die Teilnehmenden herzlich vom Bundestarifsekretär Stefan Najda begrüßt. Er machte gleich am Anfang deutlich: „Beim Modernisierungs-Tarifvertrag geht es nicht um eine Harmonisierung der vielen Tarifverträge und Arbeitsbedingungen, sondern darum, dass ver.di und Mitbestimmung in einem DAX-Konzern für die Beschäftigten die bestmöglichen Arbeitsbedingungen gestalten.“

Während es früher Stellenabbau und Umbrüche gab, braucht E.ON heute dringender denn je Fachkräfte. Deshalb bestehe jetzt die einmalige Chance, E.ON gemeinsam im sozialen Dialog und auf sozialpartnerschaftlicher Basis zu einem noch attraktiveren Arbeitgeber zu machen, so Stefan Najda. Er stellte aber auch klar: „Sozialer Dialog heißt Austausch auf Augenhöhe und wir stehen klar an der Seite der Beschäftigten. Wir werden uns bei den Verhandlungen nicht mit Obstkörben für die Beschäftigten zufriedengeben, sondern echte Benefits für die Beschäftigten aushandeln!“

Um alle Teilnehmenden auf den aktuellen Stand zu bringen, berichteten der E.ON KBR Vorsitzende Axel Winterwerber, Bundestarifsekretär Stefan Najda und Sprecher des ver.di Bundesfachausschuss E.ON, Lothar Haberzeth, über den bisherigen Prozess zur Modernisierung der Arbeitsbedingungen und die geplanten weiteren Schritte: Direkt nach den erfolgreichen Tarifverhandlungen der TG Energie einigten sich ver.di, E.ON Mitbestimmung und die Arbeitgeberseite im Frühling 2023 darauf, einen gemeinsamen Prozess zu starten.

Auftakt und Start des Prozesses
Auftakt und Start des Prozesses war die breite Beteiligung der E.ON Beschäftigten durch eine Befragung, an der über 18.000 E.ON Beschäftigte teilnahmen. Aus den Ergebnissen der Beschäftigtenbefragung wurden dann konkrete Mitarbeiterversprechen herausgearbeitet. Diese wurden in Phase I in drei Arbeitsgruppen in den Themenblöcken „moderne und transparente Entgeltstruktur“, „Arbeitsort und -zeit“ sowie „attraktive Nebenleistungen“ in einem co-kreativen Prozess konkretisiert und gemeinsam weiterentwickelt.

Wie es weiter geht
In Phase II und Phase III werden dann die Mitarbeiterversprechen verbindlich gestaltet und umgesetzt. Axel Winterwerber erklärte, warum diese nächsten Schritte besonders wichtig sind: „Wir wollen, dass am Ende alle Kolleginnen und Kollegen, egal in welcher Gesellschaft sie beschäftigt sind, sich auf einheitliche Mitarbeiterversprechen im ganzen E.ON Konzern verlassen können. Dafür müssen wir jetzt in Phase II gemeinsam die Details der Mitarbeiterversprechen verhandeln und dann in Phase III dezentral in den jeweiligen Tarifgruppen oder auf betrieblicher Ebene umsetzen. Dafür werden auch noch mal Verhandlungen notwendig sein.“

Die Wahl der Verhandlungskommission
Zum Abschluss der Sitzung der ver.di Bundestarifkommission wählten die Teilnehmenden aus dem Kreis der Bundestarifkommission Ihre Verhandlungskommission. Mit einem klaren Votum wurde das 18-köpfiges Verhandlungsteam gewählt. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Gesellschaften, Regionen und Tarifgemeinschaften. Und mit der Konzernjugend- und Auszubildendenvertreterin Saskia Kleber sind auch die jungen Beschäftigten repräsentiert. Kleber dazu: „E.ON braucht motivierte junge Leute für die Transformation unserer Energiewirtschaft – daher ist klar, dass auch die KJAV wieder mit am Verhandlungstisch sitzt! Wir werden das nutzen, um in den Verhandlungen das Bestmögliche für alle Azubis und Dual Studierenden herauszuholen. Dafür werde ich mich als Teil des Verhandlungsteams stark machen!“

Die Bundestarifkommission beschloss zudem, erneut mit der IGBCE zusammenzuarbeiten. Mit koordinierter Kommunikation und gemeinsamen Aktionen können beide Gewerkschaften zusammen stärker auftreten.

Mit diesen Entscheidungen senden wir ein starkes Signal für die Modernisierung unserer Arbeit – und damit für konkrete Benefits für alle Beschäftigte bei E.ON.

Termine und Veranstaltungen:
Weitere wichtige Termine sind die TaPo am 28. und 30. April in Berlin, die zweite Stufe im aktuellen Tarifvertrag der TG Energie und TG-Integration am 1. Juli, sowie die E.ON-Konzern-BR-Tagung am 28. und 29. Oktober in Berlin.

 

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