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Tarifvertrag ZuB: Verhandlungsauftakt in Berlin

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Tarifvertrag ZuB: Verhandlungsauftakt in Berlin

Am 06.11.2018 starteten die Tarifverhandlungen zur Transaktion von E.ON, RWE und innogy.
Verhandlung, Einigung CC0 Creative Commons, Pixabay.com Verhandlungsstart zum Tarifvertrag Zukunft und Beschäftigungssicherung (ZuB)

Am Dienstag, den 06. November 2018, wurden in Berlin die Tarifverhandlungen für einen Tarifvertrag Zukunft und Beschäftigungssicherung (ZuB) zur Transaktion von E.ON, RWE und innogy aufgenommen.

Neben einer kurzen Darstellung der Zeitschiene der bevorstehenden Transaktion durch die Arbeitgeber hat die gemeinsame Verhandlungskommission von ver.di und IG BCE ihre Forderung nach einem Grundlagentarifvertrag für unsere Mitglieder bekräftigt:

  • Alle bestehenden Tarifverträge und betrieblichen Regelungen für Beschäftigte gelten weiterhin, bis neue Tarifverträge vereinbart wurden.
  • Aus den beiden anerkannten und bewährten Tarifverträgen – E.ON 2.0 und SWITCH – wird ein neuer Tarifvertrag mit dem Namen „Zukunft und Beschäftigungssicherung“ als Nachfolgetarifvertrag mit dem Arbeitgeberverband abgeschlossen.
  • Der Geltungsbereich der neuen Tarifverträge bezieht sich auf alle Gewerkschaftsmitglieder der vertragsschließenden Parteien aus den E.ON/RWE/innogy Konzernen und deren Beteiligungsgesellschaften.
  • Für die tarifliche Zukunft fordern wir die Tarifbindung aller Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften! Nach Abschluss der Transaktion werden wir eine Harmonisierung der Tarifwerke von E.ON/RWE/innogy und deren Beteiligungsgesellschaften einfordern.

Für den Tarifvertrag Zukunft und Beschäftigungssicherung sind die nachfolgenden Rahmenbedingungen genannte Ziele:

  • Wir wollen einen grundsätzlichen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen während der Laufzeit dieses Tarifvertrages. Das kann nur erreicht werden, wenn die Arbeitgeberseite mit uns klare Vereinbarungen zur Weiterbeschäftigung vereinbart.
  • Die Themenfelder Qualifizierung und Weiterbeschäftigung werden wir deutlich in den Vordergrund rücken!
  • Wir wollen die soziale Absicherung für unsere Mitglieder tarifvertraglich vereinbaren.
  • Wir erwarten von der Arbeitgeberseite ein Standortsicherungskonzept!

Die Arbeitgeberseite verdeutlicht, dass es aus ihrer Sicht im ersten Schritt um die Verhandlungen eines Tarifvertrages zur Zusammenführung der Tarifverträge E.ON 2.0 und SWITCH gehe und nicht um den Abschluss eines Grundlagentarifvertrages. Die von der Verhandlungskommission geforderten Punkte wären schließlich bereits in der tarifpolitischen Grundsatzerklärung vom 11.Mai geregelt.

Beide Seiten sind sich einig darin, dass es so schnell wie möglich Rechtssicherheit für die Beschäftigten in den Unternehmen geben soll. Deshalb werden bereits am 12.11.2018 die Tarifverhandlungen inhaltlich weitergeführt.

Arbeitgeberseite und Gewerkschaften haben das gleiche Ziel, die Tarifverhandlungen auf Augenhöhe fortzusetzen. Vor diesem Hintergrund wurden bereits weitere Verhandlungstermine für das Jahr 2019 in Aussicht gestellt.

Unser Ziel ist und bleibt: Kolleginnen und Kollegen von Arbeit in Arbeit zu bringen!

Diese Tarifinfo findet ihr hier auch als PDF zum Ausdrucken und Verteilen an Kolleginnen und Kollegen:

 

Unser Ziel: Zukunftsgerechte Arbeit gestalten!

Die Energiewirtschaft steht vor großen strukturellen Herausforderungen! Für die ver.di steht dabei im Zentrum: Tarifverträge zu schützen, die Tarifbindung auszubauen und dabei die Qualifizierung der Beschäftigten zu einem wichtigen Schwerpunkt zu machen.

Reine Abbauprogramme bringen keine langfristige Stabilität für die Zukunftsorientierung der Energiebranche!

Deswegen: Mitreden, mitmachen, mitverantworten: Gemeinsam gestalten wir die Zukunft!


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