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EWE: Enttäuschender Auftakt zur Entgeltrunde

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EWE: Enttäuschender Auftakt zur Entgeltrunde

Positionen von Arbeitgeberseite und ver.di-Tarifkommission noch weit auseinander
Kollegen Kolleginnen Arbeit unzufrieden Büro Projekt mast3r, depositphotos.com Enttäuschend: Das erste Angebot ist kein Weg zu einer "schnellen Lösung"!

Am Freitag, den 14. Januar 2022, wurden in Oldenburg die Vergütungstarifverhandlungen für alle EWE-Regionen und Gesellschaften im Geltungsbereich des Rahmentarifvertrags EWE eröffnet.

Zu Beginn der Verhandlungen haben wir ausführlich unsere Forderungen begründet. Die Arbeitgeberseite erkennt zwar die von uns vorgetragenen Zahlen an (Inflation in 2021 und Prognose inkl. Wirtschaftsaufschwung für 2022), sieht sie aber nicht als Grundlage für einen möglichen Tarifabschluss. Ebenso wenig Beachtung fand der – auch coronabedingte – Anstieg der Arbeitsproduktivität.

Stattdessen wurde ein düsteres Bild über die wirtschaftliche Entwicklung der EWE in den nächsten Jahren gezeichnet, das eine „Tarifpolitik mit Augenmaß“ aufgrund „geringer Handlungsspielräume“ erforderlich macht.

Abschließend erklärte die Arbeitgeberseite ein „starkes Interesse“ an einer „schnellen und fairen Lösung“ am Verhandlungstisch. Das zugehörige Angebot:

  • Laufzeit des neuen Tarifvertrages vom 01. März 2022 bis zum 30. November 2024 (33 Monate)
  • im März 2022: Corona-Beihilfe/Einmalzahlung von 500 Euro, anteilig für Teilzeitbeschäftigte, 200 Euro für Auszubildende
  • ab 01. August 2022: 1,6 Prozent mehr Tabellenvergütung bzw. für Auszubildende und dual Studierende
  • ab 01. Dezember 2023: weitere 1,2 Prozent mehr Tabellenvergütung bzw. für Auszubildende und dual Studierende
  • Verhandlungsbereitschaft zur Fortsetzung der Übernahmeregelung für die Auszubildenden aus 2020

Zm Vergleich unsere Forderungen:

  • 5,0 Prozent mehr Tabellenvergütung
  • 120 Euro mehr Ausbildungsvergütung pro Ausbildungsjahr
  • zwölf Monate Laufzeit
  • unbefristete Übernahme nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung

Dieses erste „Angebot“ haben wir also entschieden zurückgewiesen und betont, dass wir auf dieser Basis keine „schnelle“ Lösung erkennen können. Vielmehr sind wir enttäuscht, dass die hohe Motivation und Einsatzbereitschaft der Beschäftigten und auch die gesunde wirtschaftliche Lage des Unternehmens offensichtlich ignoriert wird.

Am Mittwoch, den 26. Januar 2022, geht es in die zweite Verhandlungsrunde. Wir erwarten dann ein verhandlungsfähiges Angebot und informieren euch sofort!

Hier unsere letzten beiden Tarifinfos als PDF, gerne zum Verteilen in eurem Betrieb vor Ort:


Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht ihr, wer dann? 

Der Arbeitgeber wird uns auch in dieser Tarifrunde nichts schenken. Deswegen brauchen wir euch alle! Informiert euch, beteiligt euch an betrieblichen Aktionen und vor allem: Organisiert euch gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Dann nichts wie los – für gute Tarife bei EWE!


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