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Von wegen "Umwelt-Weltmeister"... EUGH verurteilt Deutschland …

Wasserwirtschaft

Von wegen "Umwelt-Weltmeister"... EUGH verurteilt Deutschland wegen mangelnder Maßnahmen gegen Nitrat!

ver.di fordert Bundesregierung zum Handeln auf.
Grundwasser Nitrat Gülle Wasser kamasigns, Bild-ID #210211476, Fotolia.com Wir fordern eine sofortige und echte Verbesserung des Düngerechts!

Die Bundesrepublik Deutschland hat gegen ihre Verpflichtungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen verstoßen. So hat am Donnerstag, den 21. Juni 2018, der EUGH geurteilt.

„Anstatt die Agrarpolitik zu modernisieren und Umweltsystem-Dienstleistungen der Landwirtschaft zu belohnen, wird das ungesunde Modell der Agrarindustrie in Watte gepackt. Andere sollen auf eigene Kosten den Schaden beseitigen", kritisiert Andreas Scheidt, Bundesvorstandsmitglied der ver.di.

ver.di hatte gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen die Petition „Stoppt die Gülleverschmutzung – Schützt unser Trinkwasser“ ins Leben gerufen und der früheren Bundesumweltministerin überreicht, um auf diese Situation aufmerksam zu machen und Änderungen herbeizuführen.

Wir fordern, das Urteil zum Anlass für eine sofortige echte Verbesserung des Düngerechts zu nehmen!

Andreas Scheidt, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

 „Nitrat gehört nicht ins Grundwasser. Es schädigt die Umwelt und muss in den Wasserwerken aufwändig entfernt werden, damit das Trinkwasser jederzeit sicher ist", so Scheidt.

"Dafür muss die Bundesregierung sorgen. Stattdessen hat sie die Düngeverordnung nur halbherzig überarbeitet.“

Die kurz vor Ende der letzten Legislaturperiode erfolgte Novellierung der Düngeverordnung sei absolut nicht ausreichend, um den Eintrag von Nitrat in Grundwasser und Gewässer deutlich zu verringern.

Das liege vor allem an der Missachtung aller agrar- und umweltwissenschaftlichen Fachempfehlungen.

Zusätzliche Infos zum Thema, eine weitere Pressemitteilung und ein Plakat zum Ausdrucken und Weiterverbreiten findet ihr in unserer Meldung zum Start der Initiative.

Rückfragen

gerne an Clivia Conrad, ver.di-Bundesfachgruppenleiterin Wasserwirtschaft per E-Mail an clivia.conrad@verdi.de oder telefonisch unter 0151 - 1267 3959.

Weitere Informationen auch auf www.guelleverschmutzung-stoppen.de.