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ver.di begrüßt Nationale Wasserstrategie

Wasserwirtschaft

ver.di begrüßt Nationale Wasserstrategie

Ein dringend notwendiger Schritt, um die Ressource Wasser zu schützen.
Wasser Trinkwasser Wasserglas Glas Frau Daria Shevtsova, pexels.com Wir sagen: Zuallererst muss das Menschenrecht auf Wasser verwirklicht werden!

ver.di begrüßt den am Dienstag, den 08. Juni 2021, von Bundesumweltministerin Schulze vorgestellten Entwurf für eine Nationale Wasserstrategie.

Die Nationale Wasserstrategie sei dringend nötig, um bundesweit die Ressource Wasser zu schützen und wasserwirtschaftliche Infrastruktur sowie Städte widerstandsfähig gegen den Klimawandel zu machen. 

In der Strategie wird u. a. empfohlen, den Vorrang der Trinkwasserversorgung vor anderen Nutzungen festzuschreiben, falls Wasser zu knapp für alle Bedarfe ist. "Das ist richtig und es muss gesetzlich festgeschrieben werden. Schließlich muss zuallererst das Menschenrecht auf Wasser verwirklicht werden", betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.

Wir fordern die Bundesregierung auf, diese Strategie umgehend zu beschließen, und erwarten, dass eine neue Bundesregierung umgehend die gesetzliche Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen ermöglicht.

Christoph Schmitz, Mitglied im Bundesvorstand der ver.di

Dafür sei insbesondere die Stärkung des Verursacherprinzips wichtig. "Nur, wenn Schadstoffeinträge in die Gewässer und das Grundwasser massiv und dauerhaft gemindert werden, wird die Trinkwasseraufbereitung nicht unbezahlbar." Die Abwasserreinigung gezielt zu verbessern sei richtig, aber nicht ausreichend. Denn viele Schadstoffe würden diffus, das heißt über Luft und Niederschlagsabflüsse aus der Landwirtschaft und dem Straßenverkehr eingetragen, nicht über Kläranlagen. Für viele Schadstoffe im Abwasser gebe es noch keine Filterlösungen.

Auch wenn der Zeithorizont 2050 weit entfernt zu sein scheine, müssten die Maßnahmen unverzüglich in die Wege geleitet werden, damit sie zu diesem Zeitpunkt gegriffen haben, weil sich Gewässer nur langsam erholen, Grundwasserneubildung Jahrzehnte benötige und durch zunehmende Dürren in Frage stehe. Zudem müssten die Menschen, die all die Maßnahmen umsetzen sollen – Ingenieurinnen und Ingenieure, Umweltfachkräfte und IT-Fachleute – zunächst noch ausgebildet werden.

Weitere Informationen zur Nationalen Wasserstrategie findet ihr auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Nationale Sicherheit.

Hintergrundinformationen

Das Bundesministerium für Umwelt und das Umweltbundesamt haben Wasserwirtschaft, Industrie und Landwirtschaft sowie Zivilgesellschaft eingeladen, die Zukunft der Ressource Wasser zu diskutieren und Ziele und Maßnahmen zu deren Schutz zu erarbeiten.

Fünf zentrale Handlungsfelder sind identifiziert worden, für diese wurden strategische und operative Ziele erarbeitet. Dabei wurden 16 Kernbotschaften entwickelt, diese sind auf der Webseite des BMU zu finden.

Wir sagen: Eine starke Wasserwirtschaft braucht eine starke Gewerkschaft!

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