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Nächste Verhandlungsrunde zum Kohleausstieg bei RWE

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Nächste Verhandlungsrunde zum Kohleausstieg bei RWE

Tarifverhandlungen ab 26. August: ver.di kämpft für soziale Absicherung der Beschäftigten.
Kohle Strom Kohleausstieg soziale Absicherung energiewende Bartolomiej Pietrzyk, shutterstock.com Wir wollen Kohlestrom den Stecker ziehen – und zwar sozialverträglich!

Im Rahmen des bundesweiten Ausstiegs aus der Kohleverstromung sollen offensichtlich auch Kohlekraftwerke des Betreibers RWE möglichst schnell stillgelegt werden.

Nach dem Gesetz ist ein Tarifvertrag notwendig, um als Betreiber an der für alle Steinkohlekraftwerke vorgesehenen Auktion teilnehmen zu können. Die erste Auktion startet ab dem 1.September 2020. ver.di strebt einen Tarifvertrag an, der die soziale Absicherung für die Beschäftigten im Falle der Stilllegung garantiert.

Unsere wesentlichen gewerkschaftlichen Positionen in diesen Tarifverhandlungen:

  • Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen im gesamten Ausstiegspfad
  • Materielle Aufstockung des Anpassungsgeldes
  • Keine Kürzung bei der betrieblichen Altersvorsorge
  • Vereinbarung von Leistungen zu Qualifizierung und der Vermittlung auf alternative Arbeitsplätze
  • Regelungen zur Berufsausbildung und Übernahme

Der Tarifvertrag soll auch für die Kraftwerke Ibbenbüren und Westfalen gelten, die womöglich Bestandteil einer der ersten Auktionen sein sollen. An den zwei Standorten arbeiten insgesamt rund 260 Beschäftigte.

Wir fordern eine deutliche Aufstockung des staatlichen Anpassungsgeldes, Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie angemessene Abfindungszahlungen.

Stefan Najda, ver.di-Verhandlungsführer bei den Tarifverhandlungen mit RWE

Darüber hinaus soll der angestrebte Tarifvertrag auch für die Kolleginnen und Kollegen im Rheinischen Revier verhandelt werden. Für diese wurde bereits im Januar durch die Bundesregierung der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung beschlossen – Ende 2020 soll hier bereits der erste Kraftwerksblock vom Netz.

Insgesamt sind über 10.000 Beschäftigte direkt durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung betroffen.

„Eine wichtige Forderung ist hierbei, dass es für ein vorzeitiges Ausscheiden unserer älteren Kolleginnen und Kollegen eine deutliche Aufstockung des staatlichen Anpassungsgeldes geben muss“, so ver.di-Verhandlungsführer Stefan Najda. „Für die jüngeren Beschäftigten müssen zudem entsprechende Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie angemessene Abfindungszahlungen angeboten werden.“

Für RWE ist es in dieser Woche die letzte Möglichkeit, sich mit den Gewerkschaften auf einen Tarifvertrag zu einigen. Sollte keine Einigung zustande kommen, kann RWE nicht an der ersten Steinkohle-Auktion am 01. September 2020 teilnehmen.

Die Verhandlungen finden in Düsseldorf am Mittwoch und Donnerstag, den 26. und 27. August 2020 statt.

Hier findet ihr weitere Infos zum bisherigen Stand in den Verhandlungen mit RWE.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Gute Tarifverträge erreichen wir nur gemeinsam!

Zur Durchsetzung unserer Forderungen in den Tarifverhandlungen braucht es den starken Rückhalt durch die Beschäftigten in den Betrieben. Je mehr Beschäftigte ver.di-Mitglied sind, umso besser gelingt es unsere gemeinsamen Forderungen auch durchsetzen zu können.

Deswegen: Mitreden, mitmachen, mitverantworten – zusammen gestalten wir die Zukunft!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Dann mal los – für gute Perspektiven nach dem Kohleausstieg!


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